CD-REVIEWS:
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MOONSORROW
"Suden Uni" CD (Spinefarm Records)
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Skandinavien ist und bleibt die Hochburg der
metallischen Musik, das ist wohl unbestreitbar. Vielleicht werden Bands mit
diesem Musikstil dort besonders vom Staat gefördert. Wer weiß, wer
weiß?! MOONSORROW kommen aus Finnland und bestehen schon seit
1995. Im Frühjahr 2003 kam Ihr bereits drittes Album "Kivenkantaja"
( Steinträger ) auf den Markt. "Suden Uni" ( Traum eines Wolfes )
ist ein so genannter Re-Release und ist 2001 schon mal erschienen, damals noch
unter anderem Label und in geringer Stückzahl.
MOONSORROW
kombinieren in Ihrer Musik Powermetal-lastige Parts mit Folkloreartigen
Elementen, was den bezeichnenden Namen Pagan-Folk-Metal trägt. An sich
keine wirklich neue Idee, aber man muss Ihnen zugute halten, dass Sie Handwerk
beherrschen und durch Ihre Instrumentenvielfalt eine schaurig schöne
Atmosphäre erschaffen. Da blitzt hier und da sogar mal eine Mundorgel
hervor und stimmungsvolle Keyboardeinlagen werden mit dem Spiel des Akkordeons
verbunden. Alles zusammen bildet ein harmonisches Klangwerk und man sieht vor
seinem geistigen Auge schon die Schiffe der Vikinger, die eisigen Landschaften
und die blutigen Schlachtfelder vorüberziehen.
Was
MOONSORROW nun auszeichnet gegenüber anderen Bands aus
skandinavischen Gefilden, ist, dass Sie Ihre Songs ausschließlich in
Ihrer Heimatsprache zum Besten geben. Die Lieder beschäftigen sich, wie
sollte es auch anders sein, mit den Legenden und Sagen der nordischen
Götterwelt. Nebenbei bemerkt würde man Ihre Texte selbst in Englisch
nicht verstehen können, da sich die Stimme von Sänger und Frontmann
VILLE SORVALI (anscheinend heißen die da wirklich alle Ville) zumeist
aufs Schreien, Kreischen und Keifen beschränkt. Der Sound an sich,
würde sich auch hervorragend für filmische Untermalung eignen und man
könnte durchaus auf den Gesang verzichten, da er sowieso ziemlich leise
abgemischt ist. Die Musik steht eindeutig im Vordergrund und so sollte es auch
sein. Leider ist die CD mit acht Stücken nicht besonders lang, wobei die
ersten drei Lieder sich auch noch so stark ähneln, dass man meinen
könnte, man hat es hier nur mit einem einzigen Song zu tun. Danach wird es
eindeutig abwechselungsreicher. Beim vierten Titel handelt es sich um einen
wunderschönen Instrumentalsong und das darauf folgende Stück
"Pakanajuhla", habe ich zu meinem persönlichen Favoriten erkoren.
Selbst "1065: Aika" kommt bei einer Länge von elf Minuten
keineswegs langweilig daher. Zwar ist er eher ruhig und stimmungsvoll gehalten,
bekommt aber durch den sonst eher spärlich eingesetzten Choral-Gesang,
seinen ganz besonderen Charme. Last and least: Zum Abschluss gibt es dann noch
ein handfestes Trinkgelage, denn nach gewonnener Schlacht hat man sich ja auch
einen guten Tropfen verdient. Hoch die Tassen!
Fazit: Wirklich nicht
schlecht, obwohl ich den keifenden Gesang durch mehr Chor-Einlagen ersetzen
würde. Ansonsten haben MOONSORROW einen üppigen Ohrenschmaus
aus Folk und Metal geschaffen, den ich wärmstens empfehlen kann. Die
Neuveröffentlichung wird noch zwei Videos und einen Live-Mitschnitt vom
Tuska Festival 2003 enthalten. Also zugreifen!
Mariska Krüssel für
GOTHICWORLD
Tracks: 01 - Ukkosenjumalan
Poika 02 - Kyli Nj Rven J Ll (Pakanavedet II) 03 - Kuin Ikuinen 04 -
Tuulen Koti, Aaltojen Koti 05 - Pakanajuhla 06 - 1065: Aika 07 -
Suden Uni 08 - Tulkaapa Ij T! (Drinking Music)
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