interview:

Stillste Stund
"... manchmal finde ich Musik erst richtig gut (oder auch schlecht), nachdem ich die Ansichten der Leute dahinter kennen gelernt habe."

Stillste StundEinem derartig komplexen Album wie "Biestblut - Zwei in einem" sollte man nicht nur als Hörer etwas mehr Aufmerksamkeit widmen, sondern auch als Interviewer. Also nahmen wir uns die Zeit um mit Oliver von STILLSTE STUND ausführlicher über das neue Album dieses Projekts zu reden. (Zum Glück nahm er sich auch die Zeit.)

Stillste StundGW: Ihr habt Euch ja nun zwei Jahre Zeit gelassen eh "Biestblut" erschienen ist... was ja auch verständlich ist, wenn man sich das Album anhört. Es entsteht ja schon der Eindruck, dass es noch komplexer als die ersten Beiden ist. Vor allem eindeutiger ein Konzeptalbum. Wie entstand es eigentlich?

Oliver: Nun, die musikalischen Anfänge von "Biestblut" entstanden bereits in 1996, nachdem ich mich eine Zeit lang mit Werken Richard Wagners beschäftigt hatte. Ich dachte gar nicht mal konkret daran etwas Großes und Opernhaftes zu machen, experimentierte nur so herum. Zu dem Zeitpunkt gab es Stillste Stund noch nicht und ich habe nur für mich Musik gemacht.
Mit der Zeit kamen immer mehr kleine Musik- und Textpassagen hinzu. Teilweise waren es auch geträumte Szenen und es wurde langsam zu einem Bedürfnis, die Geschichte fortzuführen. Irgendwie entwickelte sie sich auf seltsame Weise von ganz alleine in mir voran.
Es waren bald so viele Passagen, dass ich die Übersicht verlor und es beiseite legen musste um Abstand zu gewinnen. Erst nach den beiden ersten Stillste Stund Alben spielte ich wieder mit dem Gedanken, daran weiter zu arbeiten. Es musste eine Menge Material geordnet und es mussten Übergänge geschaffen werden. Es ging nicht ohne Organisation und Konzept bei diesem Album. Auch musste ich mich von diversen Szenen verabschieden weil es einfach zu viel war. Aber ich bin mit dem Ergebnis inhaltlich sehr zufrieden.

GW: War die Geschichte komplett fertig und wurde dann vertont? Oder entstanden einige Gedankengänge erst später?

Oliver: Es kommt bei mir eher selten vor, dass ich fertige Texte vertone oder fertige Musik vertexte. Meistens entstehen beide Teile - Text und Musik - gleichzeitig. Es ist dann irgendeine Kleinigkeit anfangs da - ein Textfragment, eine Linie, eine geräuschhafte Atmo o.ä. Der Rest entwickelt sich dann daraus fast wie von selbst. Manchmal kommt es vor, dass Titel in einer Nacht entstehen, andere Tracks brauchen Jahre...

GW: Bei einigen Stücken hat man schon den Eindruck sie könnten auch losgelöst vom Album funktionieren, während andere ohne den Gesamtzusammenhang wohl kaum existieren könnten...

Oliver: Absolut korrekt. Mal abgesehen von Prolog und Epilog ist Biestblut sehr straff in 7 Szenen á 3 Tracks unterteilt. Die Szenen enden jeweils mit einem vom Rest loslösbaren Stück. Das habe ich ganz bewusst so gehalten um Biestblut aufzulockern. Anfangs hatte ich den Gedanken verfolgt, Biestblut rein klassisch umzusetzen, aber schon bald kamen andere Stücke mit hinzu, die ich nicht außer Acht lassen wollte.
So entstand dieses Konzept und es geht auf, denn fast alle dieser 7 Standalone-Tracks sind bereits auf Compilations erschienen und einige laufen sogar in Clubs obwohl sie nicht darauf ausgelegt sind.

GW: So scheint es ja doch wiederum ein sehr bewusster, nicht ganz so intuitiver Prozess zu sein. Ich finde das Konzeptalben eigentlich an zwei Punkten kranken... oder ich sollte besser sagen: Zwei Klippen haben. Entweder sind sie so ausufernd dass sie kaum noch nachvollziehbar, oder gar erträglich sind (beliebtes Spiel in den 70ern), oder die betreffenden Künstler schaffen es nicht das Konzept überhaupt ersichtlich zu machen, weil es nur eine zwanghafte Aneinanderreihung von diversen Songs ist, die auch so funktionieren würden. Euch ist das Kunststück gelungen, ein Album zu machen, dass gleichermassen fordert (vor allem Zeit), man könnte sich aber auch die 7 Standalone-Tracks rausnehmen und "einfach so" hören. War Dir also schon bewusst das dieses Album ein "Risiko" ist?

Oliver: Ja, ich weiß was Du meinst - wenn man so an die kreativen Ergüsse der Art Rock- und Progressive-Ära denkt... Die 7 Standalone-Tracks habe ich natürlich eher kopfmäßig eingebunden, auch wenn sie für sich genommen intuitiv entstanden sind. Das ist eben ein Großteil der Arbeit bei einem Konzeptalbum - ein roter Faden, ein gemeinsamer Gedanke, ein alles verbindender Aufbau. Ich habe meine zunächst intuitive Arbeit also in eine durchdachte, übergreifende Struktur gebracht. So wurde Seele mit Kopf verbunden.
Ein zusätzlicher Gedanke in Hinblick auf die Standalone-Tracks war, dass ich selber auch oft Alben auszugsweise höre. Man kann Biestblut daher in einem Rutsch durchhören und eine konkrete Geschichte verfolgen, oder man kann, wenn einem danach der Sinn steht, eben auch nur die unabhängigen Titel anwählen und hat dann nicht den Zwang "dranbleiben" zu müssen. Mir gefällt es so ganz gut.

GW: Hörst Du eigentlich privat auch andere Konzeptalben?

Oliver: Eher nicht. Es ist wie Du schon sagst: zu schnell wird von einem Album behauptet, es sei ein Konzeptalbum und wenn man dann reinhört ist es nur eine Aneinanderreihung von Tracks und die tatsächlich zeitintensive und gedankliche Arbeit findet man dann seltener darin. Ich höre lieber Soundtracks.

GW: : Oder ganz einfach, an dieser Stelle: Was hörst Du privat überhaupt für Sachen? (Mal von oben angesprochen Wagner abgesehen.) Einflüsse können ja auch immer sehr interessant sein, vor allem weil man sie meist nicht unbedingt auf Anhieb heraushört.

Oliver: Ich habe öfter mal völlig unterschiedliche Phasen, höre dann vielleicht nur Soundtracks und Klassik (allerdings nur die Spätromantiker, Ende des 19. Jahrhunderts). Trotzdem komme ich immer wieder gerne auf die Sachen Ende der 70er/Anfang der 80er zurück. Ich bin nach wie vor ein großer Siouxsie-, Tuxedomoon- und Neubauten-Fan. Ich mag Gudrun Guts Projekte, wie Malaria, dann X-Mal Deutschland, The Residents, Alien Sex Fiend, Joy Division, Bauhaus, viel anderen batcavigen Post Punk aus der Zeit und ich freue mich wie ein kleines Kind auf das neue Cure-Album im Sommer dieses Jahres. Cranes und Miranda Sex Garden und The Moon Lay Hidden Beneath A Cloud sind auch Lieblinge von mir. Viele davon sind wohl alte Helden. Ich finde aber auch viele aktuelle Sachen gut, Marilyn Manson wegen seiner Einstellung zu vielen Dingen. Rammstein und My Ruin wegen ihrer Selbstironie und auf jeden Fall Adult. für ihren witzigen Retro-Sinn. Ich weiß nicht, ob es Dir auch so geht, aber manchmal finde ich Musik erst richtig gut (oder auch schlecht), nachdem ich die Ansichten der Leute dahinter kennen gelernt habe. Sei es persönlich oder durch Interviews, die ich lese oder sehe.

Stillste StundGW: Man hat auch den Eindruck, dass vielleicht erst die Geschichte des "Werwolfs" (ok nie so genannt aber die Interpretation liegt nahe!) stand und die Gedankengänge des Schöpfers (Künstlers?) und seines geschaffenen Wesens später dazukamen. Auch eine Idee die ich persönlich sehr interessant finde. Als Künstler ist man ja in den von Einem selbst geschaffenen Welten sozusagen "Gott".
So könnte man die Geschichte bei "Biestblut" ja zweierlei interpretieren... Wenn nicht sogar noch ein dritter Gedanke auftaucht, inwieweit Menschen alles vernichten, ja töten müssen, was ihnen fremd, anders erscheint. Damit hätten wir ja eine Idee erreicht die Clive Barker in "Cabal" verarbeitet hat. Vielleicht kannst Du dazu einfach ein paar Sachen sagen.


Oliver: Die Komplexität und der Handlungsablauf auf drei Ebenen (Jetzt-Zeit, Erinnerungen, Standalone-Tracks) lässt sehr viele Interpretationsansätze zu, die in Teilen auch sehr vom Hörer abhängig sind. Ich finde es immer superinteressant, wenn mir Leute berichten, was sie in unseren Stücken sehen. An eine Werwolfgeschichte habe ich allerdings weniger gedacht...

GW: Ok der Gedanke kam mir bei dem Stück wo der Erzähler feststellt, dass er den Wölfen ähnlich ist, nur stärker, schneller, intelligenter etc.

Oliver: Dafür fiel mir aber nach Abschluss der Arbeit zu Biestblut auf, dass die Geschichte in einigen Aspekten Ähnlichkeit mit Shellys Frankenstein hat, nur dass mein Wesen nicht zusammengeflickt sondern zusammengedacht ist. Aber die Suche nach dem Erdenker/Schöpfer, die Erkenntnis anders zu sein und das Leid daraus - alles sehr ähnlich eigentlich. Hier kann man auch an die von Dir erwähnte Rolle der Menschen darin anknüpfen. Sie verstehen nicht. Und alles, was sie nicht verstehen, wird gejagt und vernichtet. Biestblut enthält sehr viel offene und versteckte Gesellschaftskritik, auch an dem an tierisches Verhalten angelegten Trieb sich mit allen Mitteln hierarchisch einzuordnen (z.B. in Tracks wie "Darwin", "Fraß oder Fresser" oder "Alphawolf").

GW: Das sind auch gerade die Tracks bei denen ich den Eindruck hatte, dass sie vielleicht ursprünglich nicht zur Geschichte gehörten und erst später dazu kamen. Du sie dann aber verwendet hast, weil sie ganz gut passen. Wobei in meinen Ohren gerade "Darwin" das Stück ist das wirklich völlig losgelöst vom Album betrachtet werden kann.

Oliver: Sicher. "Darwin" ist einer der 7 angesprochenen Tracks. Zwei, drei dieser Tracks sind auch tatsächlich schon sehr viel früher entstanden, passten aber gut. Dazu zählt das industrielle "Golem", das ich 1994 das erste Mal aufgenommen hatte, das aber jetzt erst für Biestblut seine endgültige Form und Bestimmung fand.

GW: Was war der Grund für die stärkere Hinwendung zu klassischen Strukturen? Denn gerade im Vergleich zu den ersten Album, finden sich auf "Biestblut" weitaus weniger Stücke die als "Tanznummern" in irgendwelchen Clubs laufen könnten.

Oliver: Die Ursache darin liegt ganz einfach in der Komplexität des Inhalts. Irgendwann stößt man mit normalen Songstrukturen auf unüberwindbare Probleme, wenn man tiefergehende Texte umsetzen will. Das wurde mir schon bei dem Titelstück auf "Ursprung Paradoxon" bewusst. Ohne die klassische Struktur und geräuschhaft atmosphärische Umsetzung hätte dieses Gebilde aus meinem Kopf, das zu "Biestblut" wurde, nie funktionieren können.
Es geht immerhin um eine sehr paradoxe Geschichte: ein erdachtes Wesen ist auf der Suche nach seinem Erdenker! Wenn man sich das vor Augen führt, bedeutet das, dass diese Kreatur mich sucht. Du sagtest vorhin, man sei als Künstler immer Gott seiner eigenen Welten. Genau dies ist in Biestblut passiert und das erschaffene Wesen wird sich nun dieses Umstands ebenfalls bewusst und macht sich auf die Suche nach dem Künstler, Erschaffer ... "Gott".

GW: Würdest Du Dich in diesem Sinne eher als emotionalen oder mehr denkenden Schöpfer bezeichnen? Ich finde das Schreiben (in diesem Fall Texte, oder eine Geschichte) eher sachlich, denkend ist, weil man zwar Emotionen verarbeitet, aber doch mehr über Stil, Satzbau etc. nachdenkt. Musik dagegen ist im Ursprung erst mal viel emotionaler. Vor allem vom Empfinden her. (Ich denke man kann bei einem Lied schneller weinen als bei einem Gedicht!) Du machst Beides. Die perfekte Einheit also. Und wenn man die Sachen von Stillste Stund hört, wird schon klar dass Du Beides mit sehr viel Hingabe und Akribie machst. Denkst Du trotzdem eher über ein Arrangement oder über eine Textzeile nach? Was ist für Dich wichtiger?

Oliver: Es ist beides für mich absolut gleichwichtig. Ich kann auch keine gute Musik hören, wenn mir der Text nicht zusagt. Es ist schon richtig: Musik entsteht zunächst rein emotional bis man ihr eine Art technischen Endschliff geben muss. Text genauso. Ich fange Texte nie ohne emotionalen Hintergrund an. Aber bei Texten setzt die "technische" Arbeit viel früher ein, man muss sehr früh ein passendes Schema aufbauen. Dadurch dass bei mir sehr oft beides parallel entsteht, ich also beim Stücke schreiben oft schon Textphrasen "höre", ist die Entstehungsablauf für mich so optimal.

GW: Findet Ihr es in der heutigen Zeit, in der selbst in unserer "Szene" ein Haufen massenkompatibler "Schrott" produziert wird, als ein gewagtes Experiment, dem Hörer ein so komplexes Werk vorzusetzen? (Das ja trotz aller eingängigen Elemente die es durchaus besitzt, die ganze Aufmerksamkeit fordert wenn man es verstehen will.)

Oliver: : Es mag aus marktwirtschaftlichen Gründen ein Risiko sein, ja. Aber wir sind kein Projekt, das sein Fähnchen nach dem Wind ausrichtet. Wir gehören wohl zu den Bands, die nicht auf Kommerz und Ruhm abzielen. Das gibt uns ein großes Maß an Freiheit, die wirklich gut tut.

GW: Sind Euch solche Prozesse egal? Oder handelt es sich gar um einen Versuch etwas Anspruch und Intelligenz in das Musikbusiness zurück zu bringen? (Wenn ja, dann ist es Euch gelungen, wenn ich das hier mal erwähnen darf!)

Oliver: (Vielen Dank dafür!) "Egal" möchte ich nicht sagen. Wir verfolgen unseren Weg natürlich weiter und Erfolg oder Misserfolg wird darauf hoffentlich wenig Einfluss haben. Andererseits bedeutet es mir auch etwas, dass viele Leute Aspekte in unserer Musik für sich entdecken und uns das wissen lassen. Das ist sehr schön, zeigt einem, dass man nicht alleine ist.

Stillste StundGW: Vielleicht gehen wir noch ein paar Schritte in die Vergangenheit zurück...

Oliver: Immer wieder gerne...

GW: Was mich ja immer interessiert ist, warum ein Musiker anfängt überhaupt Musik zu machen. Was war also damals Euer Beweggrund Stillste Stund zu gründen und nicht einfach als z.B. Bankangestellter zu arbeiten?

Oliver: Ich glaube, Stillste Stund hat eine sehr untypische Entwicklungsgeschichte. Es gab eigentlich gar keinen zwingenden Grund, dieses Projekt in´s Leben zu rufen. Ich hatte bereits vor Stillste Stund genau 10 Jahre lang Musik gemacht, anfangs als Bassist in einer Post Punk Band und in anderen Projekten, später in einem eher avantgardistischen, klassischen Projekt. Nebenher schrieb und schrieb ich Stücke, einfach um mich vielleicht zu befreien - als Therapie vielleicht. Ich hatte nie daran gedacht, irgendwas zu veröffentlichen. Bis Ende 1999, als ich das erste Mal ein konkretes Promo-Album zu "Ein Mensch, ein Ding, ein Traum" produzierte, dass dann sehr schnell den Weg in die Öffentlichkeit fand.

GW: Wie kam es eigentlich zu dem legendären Beitrag zu "Buffy"? Vor allem da es sich um eine im Original amerikanische Serie handelt.

Oliver: Ich habe davon überhaupt erst erfahren, als jemand aus Australien, der zurzeit ein Buch über die Musik in Buffy schreibt, den Kontakt zu uns suchte. Demnach soll unser Track "Von der Tiefe" sehr gut in das Konzept der letzten Buffy-Staffel passen. Es geht in den Folgen wohl um die Ursprünglichkeit, um eine dunkle Herkunft und den Weg zurück zu dieser Herkunft. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich diese Serie (wie so vieles) noch nie gesehen habe und daher auch nicht weiß ob an all dem überhaupt was dran ist. Glauben kann ich es irgendwie nicht. Wir passen eigentlich wenig in eine kommerzielle TV-Serie.

GW: (Das war auch dass was mich überrascht hat. Für eine derartige "halbgruftige" ansonsten typisch-amerikanische Teenie-Serie habt Ihr zuviel Tiefgang. Vor allem nat. auch durch die Sprache. Aber dass haben ja schon ganz andere Bands geschafft.) Inwieweit seht Ihr eigentlich Chancen trotzt, oder vielleicht gerade wegen, der deutschen Sprache international bekannter zu werden.

Oliver: Wir erhalten auch Zuschriften aus Ländern, von denen ich nicht einmal wusste, dass Stillste Stund dort gehört wird, z.B. Chile, Canada, Hong Kong... In Canada haben wir sogar einige etablierte Clubhits. Ich denke, dass sind Sachen, auf die man wenig Einfluss hat. Ich finde es toll so, wie es ist. Mehr muss es gar nicht sein. Deswegen mache ich mir um solche Dinge auch keine Gedanken.

GW: Würdest Du eigentlich auch mal mit verschiedenen Gastmusikern arbeiten? Vielleicht irgendwo der Traum einige von den jetzt noch "virtuellen" Orchestermusikern einmal als wirkliche Personen zu haben?

Oliver: Ja, klar. Ich musste für die Orchesterpassagen sehr viel overdubben, habe einige Instrumente selbst eingespielt und gesampelt um diesen Sound zu bekommen. Ich bin kein Freund von fertigen Dosensounds aus irgendwelchen Synthies. Anfangs hatte ich auch überlegt, ein Ensemble zusammenzustellen, aber es ist immer nicht einfach viele Leute und Termine unter einen Hut zu bekommen. Außerdem hätte ich mit einem kleinen Ensemble nicht diesen Brachialsound in einigen Passagen umsetzen können und ein großes Symphonieorchester stand schon gar nicht zur Diskussion.

GW: Sind eigentlich in irgendwelcher Form Erweiterungen Eures Konzeptes geplant? (Liveperformance, DVD o.ä.?)

Oliver: Nein, überhaupt nichts. Wir sind offensichtlich nicht groß genug, dass irgendjemand so viel in uns investieren würde. Eher ein absolutes Indie-Projekt ohne Blick auf irgendwelche Absatzmengen. Zumindest nicht von meiner Seite aus. Vielleicht wird es mal etwas Kleines in Richtung Live geben, kann schon sein, aber auf dem Multimedia-Sektor haben wir sicher nichts verloren.

GW: Wobei ich schon behaupten würde dass Ihr Euch über bestimmte "multimediale Aspekte" Gedanken macht. Das Artwork des neuen Booklets ist ja viel ausgefeilter und umfangreicher als auf den ersten Alben. Womit diese Form der Bebilderung ja doch schon in die Richtung geht. Oder nicht?

Oliver: Ein gutes Artwork in der Hand zu halten gehört einfach zu einem Album dazu. Deswegen freue ich mich auch, dass wir mit dem Booklet der Musik nicht nachstehen.

GW: Dann also vielen Dank für das Interview und Euch und Eurem Album viel Erfolg.

Oliver: Besten Dank!


Thomas Sabottka für GothicWorld




STILLSTE STUND "Biestblut - Zwei in einem" - Review

www.stillstestund.de