CD-REVIEWS:
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N.F.D.
(Noise for Destruction) "No Love Lost" CD (Jungle Records / Rough
Trade)
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Nach endloser Verzögerung und
jahrelangem Vertrösten bescherten die eigentlich anbetungswürdigen
Fields of the Nephilim ihren Fans im Jahr 2002 ein derart grottiges Album, dass
man beinah vom Glauben abgefallen wäre. Die Hoffnung auf Nachfolgemusik
á la "DawnRazor", "Elizium" oder schlicht die "Nephilim" schien
endgültig beerdigt. "Fallen" war, wie der Titel schon andeutet, der
Tiefpunkt.
Eigentlich konnte es nur besser werden und es wurde besser!
Allerdings mussten dafür Köpfe rollen, die musikalische Flur
bereinigt werden. Ende 2004 legte eine Band ein Werk vor, das aufhorchen
lässt und einem den Glauben an die Vergangenheit wiedergibt. NFD (Noise
for Destruction) besteht aus Leute, die alle mal irgendwie die Finger bei
den Fields oder den Nachfolgeprojekten im Spiel hatten: Unter anderem Tony
Pettitt (Bass), Drummer Simon Rippin (The Nefilim) und sogar Peter Yates als
Originalgitarrist der Fields zupft die Saiten. Der Gesang wurde Peter White
(Sensorium) übergeholfen und ist absolut keine schlechte Wahl. Zwar klingt
er arg nach Carl McCoy aber hey, das ist es doch, was wir
wollen!!!
Musikalisch erwartet einen die typisch-epische Breite der
Songs, gepaart mit wuchtigen, ausufernden Bassläufen und brutalem
Gitarrenspiel. Allerdings zeigt sich bereits beim Opener "Blackened",
der dem sphärischen Intro "Omen" folgt, dass traditionelle
Goth-Rhythmen wieder eine größere Rolle spielen. Das Tempo ist
furios, die Dunkelheit rast als Wand auf einen zu. "Stronger"
zügelt das Tempo minimal, die Intensität des Songs bleibt aber
extrem hoch, wie auf dem ganzen restlichen Album. Das Werk schwankt
beständig zwischen dem Fields-Album "Elizium" ("Awaken Part 2") und
den Krachern der "DawnRazor" ("Turbine"). Bei "Lost Souls"
möchte ich am liebsten meinen kaum vorhandenen Büroarsch verwetten,
dass Mr. McCoy höchst selbst seinen mehlbestäubten Hut übers
Mikro hängt - zu dicht ist dieser Titel an "Blue water". Ich zeige mich
wahrlich beeindruckt! Die "No love lost" endet, den Kreislauf
schließend mit einem eher sphärischen Stück. "Enraptured"
bietet drohendes Rauschen und nur unterschwellig Melodien, die immer wieder
vom schleifend-langsamen Gesang aufgefangen werden.
Das
NFD-Debüt hat alles, was man seit dem Crash der Ur-FotN vermisste:
Tempo, Stimmung, Düsternis. Wirklich grandios und im Januar auf deutschen
Bühnen live zu erleben.
Daniel "Bela" Bartsch für
GOTHICWORLD
Tracklist: 01. Omen 02.
Blackened 03. Stronger 04. Awaken pt. 1 (A life forsaken) 05.
Awaken pt. 2 (Within Reach) 06. Hold On To The Life 07. Turbine 08.
Darkness Falls 09. Lost Souls 10. Enraptured
www.nfd.web.com
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