CD-REVIEWS:
 |
|
THE COUNT:
"Music For The Slaved New World" CD (Eigenvertrieb)
|
| |
|
|
Das ist doch mal wieder ein Geniestreich, der so schwer in
Worte zu fassen ist, dass ich nur ausrufen möchte: "ANHÖREN!!!"
Wie soll man auch die Musik einer Truppe beschreiben, die gnadenlos und
ohne Rücksicht Industrial, Wave, Dance, Heavy und Synthiepop zusammenmixt.
Deren Sänger sanft singen kann, um im nächsten Augenblick böse
los zu growlen. Eine CD die so voller genialer Brüche, Melodiebögen,
Elemente und Stimmungen ist, das sie gleichzeitig, aggressiv, poppig, tanzbar,
besinnlich und komplex ist. Wie gesagt, ich finde es schier unmöglich
dieses gelungene Experiment zu beschreiben, aber eines bleibt am Ende
übrig. In einer Zeit des musikalischen Stillstands, wo es immer schwerer
wird, einen eigenständigen Sound zu kreieren, ist THE COUNT zumindest dies
gelungen. Und allein dafür gebührt ihnen mehr als nur bloße
Aufmerksamkeit.
Mit Vergleichen muss man hier vorsichtig umgehen. Aber
wer Mut hat, Neues zu entdecken und mit einem der oben genannten Musikstile
etwas anfangen kann, sollte zugreifen.
Zwei Wermutstropfen bleiben am
Schluss. Erstens ist die Scheibe viel zu kurz. (Scheint eher ne EP zu
sein?) Und bei der Covergestaltung hätte ich mir mehr Kreativität
gewünscht. Aber was soll's? Die Jungs sind eben Musiker und keine
Graphiker, und da ist es mir dann doch lieber, wenn sie ihre Energie dort
umsetzen wo sie es am Besten können.
Thomas Sabottka für
GOTHICWORLD
|