CD-REVIEWS:
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EXPRETUS:
"electro.technic" CD (Lichtbringer)
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Das letzte Jahr war für EXPRETUS ein sehr
Ereignisreiches. Nach dem Konzeptalbum "Spiegelsaal" stand
Sänger André Alabsater plötzlich allein da. Für manche
sicher ein Grund aufzugeben, nicht so für das Projekt EXPRETUS.
Der Prozess der Selbstfindung und Neuerfindung gipfelt jetzt in der
Veröffentlichung des dritten Albums "electro.technic". Mit
völlig neuen Mitstreitern hat Alabaster ein kleines Meisterwerk
melancholischer Wavemusik eingespielt. Dominierten auf "Spiegelsaal"
noch Klaviereinsatz und getragene Stimmungen, so weist das neue Album sogar
einige potentielle Tanzflächenfüller, wie das energetische "Flair
Hackers" auf.
Eine passende Schublade für Expretus´
Musik zu finden, fällt schwer. Und das ist gut so. Längst haben
sie sich von den gängigen Klischees der Schwarzen Szene entfernt und sind
auf dem besten Wege einen eigenen Charakter zu entwickeln. Gefällige
elektronische Rhythmusarbeit verbindet sich mit Keyboardflächen,
elektrischen und akustischen Gitarren zu einem tragfähigen Fundament
für Andrés markante Stimme, die so manches Frauenherz schmelzen
lässt(:-)).
Auffällig ist das gute Gespür der jungen
Musiker für schöne Melodien. Manches Stück verhaftet sich schon
nach einmaligem Genuss im Gehör. Gute Voraussetzungen also, vielleicht
doch einmal einen großen Hit zu landen. Wenn da nur nicht die
zermürbenden Mechanismen der Musikindustrie wären. Kämen
EXPRETUS aus Köln, Hamburg oder Berlin, wären sie kommerziell
vielleicht schon ein ganzes Stück weiter. Dass die Band musikalisch einen
großen Schritt nach vorn gemacht hat, beweist "electro.technic"
eindrucksvoll.
Die Neuen im Team - Karsten Stork, Jörg Kretzschmar
und Jan Bernhardt, den Capo D´Aster ersetzen wird - geben dem
Expretus-Sound ungewohnte Frische und Dynamik. EXPRETUS haben sich aus
dem stillen Kämmerlein aufgemacht die alternative Popwelt zu erobern. Viel
Glück dabei!
disorder (debil - das Magazin für neue deutsche Lightkultur)
für GOTHICWORLD
"electro.technic"-Tracklist: 01 - Goddess 02 -
Someday 03 - Treason 04 - Stille 05 - Murdering A Murderer 06 -
Flair Hackers 07 - Endzeittraum 08 - Train Of Life 09 - Fight
10 - MAM (Remix by scatology.de) 11 - OTAG (Remix by André
Kopitsch)
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Kontakt:
www.expretus.de |
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