CD-REVIEWS:
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MASSIMO:
"Hey Babe, Let Me See Your USB and I'll Show You My Fire Wire" CD
(MEGO)
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Was
ist denn das? Schon das Format erscheint seltsam. Beim Aufklappen die erste
Überraschung: Es ist ja doch eine CD, wenn auch eine recht kleine.
(Fachleute werden sicher wissen, wie sich diese Tonträgerspezies nennt,
ich muss leider passen.)
Viel auffälliger als die Größe
der CD ist jedoch das Artwork. Da sitzt ein junger Mann nackend auf dem Stuhl,
sein Unterkörper ist zu sehen, und er hält uns ein Ding entgegen, das
wie ein Computerstecker aussieht. Auf der Rückseite ist der selbe junge
Mann (oder ist es ein anderer?) diesmal von hinten abgebildet und er reckt
seinen Hintern mit der entsprechenden Buchse verziert in die Linse. Sehr
geschmackvoll, wie das Produktinfo es nennt, ist das nicht, aber immerhin
lustig.
Im Inneren geht es dann noch ein wenig härter zur Sache:
Der abgebildete Torso eines Zwitters kurz vorm Urinieren lässt sicher
manchen die CD schon an dieser Stelle aus der Hand legen. Was allerdings schade
wäre. Denn das Wesentliche an einem Tonträger ist immer noch die
Musik, und die ist durchaus hörenswert.
"My sound, I don't know
what to call it
please stop to use the terms `power electronics´,
`laptop punk´, `glitch and cuts´ or `post-microsound stew´",
verlautbart der Artist Massimo (Massimiliano Sapienza). Tun wir ihm also den
Gefallen, auch wenn damit nicht mehr viel übrig bleibt für eine
Charakterisierung seines Treibens. Nun gut: Massimo erschafft
unbestritten ziemlich fette und harte Computersounds. Wer zum Beispiel eine
Veröffentlichung mit fernöstlicher Geräuschmusik sein eigen
nennt, kann sich ungefähr vorstellen, worum es hier geht. Auch Freunde von
Noisex sollten hier ein Ohr riskieren (vorausgesetzt sie haben überhaupt
noch eins übrig). Schaden wird es sicher nicht (sehr). Feiner Krach also.
Viel mehr gibt es aufgrund der gewünschten Einschränkungen kaum
hinzuzufügen, außer vielleicht, dass Massimo aus Italien,
genauer aus Sizilien stammt. Was beweist, dass auch dort Menschen leben, die
gepflegten Krach schmalztriefenden Beauty-Bardengelalle vorziehen. In
diesem Sinne: ONE UNITED WORLD UNDER NOISE!
disorder für
GOTHICWORLD
"Hey Babe, Let
Me See Your USB"-Tracklist: 01. She Male 808 02. Bukkake 03.
Stratos (No Hex) 04. Toit 05. Low Goats 06. Waffenbend 07. Fierce
Sailor 08. Fiat 09. Bbwl TThogaa 10. Microsound and glitch & cuts
can only lick my Mafia ass! (All-in-one-track, 20 min)
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Kontakt:
www.mega.at |
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