CD-REVIEWS:
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THE
BEAUTIFUL DISEASE: "It´s Weeping Time in Ghostly Gardens" CD
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Bis vor kurzem war
mir The Beautiful Disease noch vollkommen unbekannt, aber dann habe ich
die Band auf dem Romantic-Of-Darkness-Festival in Leipzig live gesehen.
Leider waren die dort anwesenden Besucher von der Musik der Mainzer Band etwas
überfordert und somit konnte der Funke zum Publikum nicht so richtig
überspringen. Für mich nur umso mehr ein Grund, mich etwas näher
mit der Band zu beschäftigen.
Und wieder mal liegt mir eine CD
vor, die sich eigentlich jeder musikalischer Klassifizierung entzieht. Allein
das aktuelle Album enthält dermaßen viele Elemente elektronischer
und akustischer Musik, dass es schwer fällt, die Musik punktgenau zu
erfassen.
Die Grundstruktur bildet aber eindeutig der
größtenteils hypnotisch und dahinschwebende Electro-Sound, der es
vermag, den Zuhörer in eine Art Trance-Zustand zu versetzen. Dabei bedient
sich The Beautiful Disease nicht wie die meisten anderen
Electro-Projekte computererzeugter Breakbeats, sondern die Band greift
tatsächlich auf echte Bongos zurück, die den dadurch erzeugten
Ethno-Sound noch atmosphärischer erscheinen lassen. Losgelöst von
jeglicher Realität entgleitet man in seinen ganz eigenen Traum und
möchte am liebsten niemals wieder aufwachen. Unterstützt wird das
Ganze durch Chris Goellnitz' Gesang, der seine Stimme - mal mit englischem, mal
mit deutschem Gesang - in einem immer wieder neuen Klanggewand
präsentiert: Mal monotoner Sprechgesang, abgelöst durch
melancholischen Balladengesang und dann plötzlich der totale
Stimmausraster unterstützt durch psychopatisch anmutende
Verzweiflungsschreie.
Jeder Song steht dabei ganz für sich alleine
und es lassen sich kaum einheitliche Klangstrukturen innerhalb des Albums
erkennen. "Wir sind immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, das
Bestehende zu verändern und weiterzuentwickeln.", so die Band selbst. Der
Song "Blüten im Mai" zum Beispiel erinnert vom Gesang und von der
Musik her irgendwie an ein Volkslied. Einzig und allein der volkslieduntypische
Text überzeugt den Zuhörer vom Gegenteil. "And Now After
All..." hingegen besteht nur aus rein atmosphärischen
Synthesizerklängen, die einem das Gefühl vermitteln man würde
durch das Weltall gleiten. Und dann wäre da noch das tanzbare
"Machine", dass sich stark an seinen Synthie-Pop-Vorbildern orientiert.
Ein Album für jeden, der die ewig gleichen Electro-Sounds und
-melodien satt hat und mal was ganz neues hören möchte.
| "It´s
Weeping Time in Ghostly Gardens" - Tracklist: |
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| 01. |
Apoka |
(6:30) |
| 02. |
I Found A Shadow |
(6:07) |
| 03. |
Despair |
(6:49) |
| 04. |
And Now After All |
(6:29) |
| 05. |
Rose aus Stein |
(4:14) |
| 06. |
Knochenkind |
(9:08) |
| 07. |
Blüten im Mai |
(3:40) |
| 08. |
Machine |
(4:36) |
| 09. |
Second Machine |
(5:56) |
| 10. |
Drei Worte |
(4:27) |
| 11. |
Nangijala |
(6:31) |
| 12. |
End |
(1:10) |
produced by Stanley Carr and
Chris Goellnitz recorded and mixed at AAE-Studios, Mainz (c) & (p) 1999
by tripleR Bandpage:
www.beautifuldisease.de
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