CD-REVIEWS:
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THE
INCHTABOKATABLES: "Mitten Im Krieg" CD (Strange Ways)
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Heut hagelts Rosen
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aber THE INCHTABOKATABLES haben zum 10-jährigen Bandbestehen
mit "Mitten im Krieg" ihr bisher wohl emotionalstes und wohl bestes
Album aufgeführt, und damit mehr als Blumen verdient!
Die Berliner
Musikanarchos mit dem kompliziertesten Bandnamen der Welt und von den Fans
deshalb liebevoll INCHIES genannt, überwältigen uns mit ihrem nunmehr
sechsten Album, daß zum einen die Band selbst nach ihren eigenen
Aussagen, bei den Aufnahmen in eine Gefühlswelt zurückversetzte, die
zuletzt bei den Recordings des allerersten Albums die Luft elektrisierte und
entsprechend ehrlich, weitläufig und ausufernd, sind die Songs auf
"Mitten im Krieg" ausgefallen. Zum anderen versucht man möglichst
auf Synthetik zu verzichten und spielt möglichst viel mit echten
Instrumenten und natürlichen Klangquellen, bei THE INCHTABOKATABLES sind
es mit Vorlieben Geigen in allen ihren Erscheinungsformen.
Zwar hat man
wirklich keine Syntesizer bemüht, aber die "natürlichen" Geigen
wurden nach allen Regeln der Kunst durch psychoakustischen Klangmühlen
gedreht. Manchmal klingts nach punkigen Gitarren, manchmal echogetränkt
nach trippigen Synthesizerausuferungen. Losgelöst scheint kein Song auf
etwaige Chat-Tauglichkeit getrimmt, somit sollte man "Mitten im Krieg"
möglichst als Gesamtkunstwerk sich einverleiben und nach und nach,
jenseits der Dreieinhalb-Minuten-Grenze, Neuland zu entdecken.
Mit dem
Opener "Satisfield" stößt der Normalverbraucher sowieso
gleichmal an die Grenzen seiner Hörgewohnheiten und wir befinden uns mit
holprig-vertrackten Drums und Gesangsprasen sofort mitten auf dem
Kriegsschauplatz. "Healing Hands" zeigt mit aller Inbrunst, was Geigen
für ungewöhnliche Klanggewalten erzeugen können. Dem
Kernstück "Birthing of a Day" mit acht Minuten Spielzeit folgt das
verwandte "Escape" mit nochmal sechs Minuten. Sicher hätte man
daraus auch ein Dreieinhalb-Minuten-Hit frickeln können, aber so ist mir
das lieber! Gängigstes Stück ist wohl "Come with Me", das auch
als Vorabsingle und Video erschienen ist, aber das dem folgende "Closes
Eyes" fesselt ehrlich gesagt in seinen hypnotischen Art. Alles schwer zu
bescheiben und, wie geagt kaum voneinander zu trennen.
Während der
Gesang hier und da an Bands wie RED HOT CHILLIE PEPPERS erinnern mag, so macht
sich der Gesamtsound der Band ein absolut eigenständigen,
unvergleichlichen Stil zu eigen. In einer Zeit wo Gothic-Metal-Bands versuchen
möglichst elektrisch zu klingen und Elektrocombos verzweifelt versuchen
die rohe Gewalt elektrischer Gitarren zu sampeln, gehen THE INCHTABOKATABLES
geradewegs ihren eigenen Weg und überzeugen sowohl auf der Elektro- wie
auf der Gothicrock-Front mit erfreulicher Abwechslung dem sonst so
Dargebotenen.
Fazit: Begebt Euch auf den Kriegsschauplatz der
Gefühle und versucht zu verstehen, dann beginnt es Rosen zu regnen auf
Euere Seele! Doch Rosen haben Dornen, sowie "Mitten im Krieg" Euch ein
Wechselbad der Gefühle bescheren wird. Liebt es oder hasst es - für
mich das Album der Woche, weil absolut eigenständig und konkurenzlos
gut!
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"Mitten im
Krieg" - Tracklist:
01 -
Unsatisfield 02 - Healing Hands 03 - Rain 04 - Birthing of a Day 05
- Escape 06 - Endless Rail 07 - Come with Me 08 - Closed Eyes 09 -
Wenn Du schläfst 10 - Come with Me (VIDEO-Track) |
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Kontakt:
Strange Ways Medien GmbH Eifflerstr.8
· 22769 Hamburg E-Mail: mail@strangeways.de
Homepage:
www.inchtabokatables.com
Sir Ritchie für GOTHICWORLD |
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